
In ein Museum gehe ich nicht sehr oft, da muss mich der Inhalt schon sehr interessieren. Doch die Lange Nacht der Museen in Bozen, das wär schon was. Bis 1 Uhr haben die Museen offen und starten ab 17 Uhr mit ihrem Spezialprogramm, wenn es vorgesehen ist. Konzerte, Performances, Spiele und besondere Köstlichkeiten stehen an den verschiedenen Orten auf dem Programm.
Betreten darf man heute, am 28. November 2008 Schloss Runkelstein, das Stadtmuseum in Bozen, das Südtiroler Archäologiemuseum, das Museion, das Schulmuseum, das Naturmuseum und das Merkantilmuseum. Auch die Domschatzkammer am Pfarrplatz hat ihre Tore für Besuch geöffnet.
2007 waren über 20.000 Besucher da. Heute schneit es, mal sehen, ob der Ansturm genauso groß ist. Ein Shuttlebus verbindet die Museen untereinander, das ist schon mal ein Angebot.

Es ist bald soweit. Am nächsten Wochenende beginnen in allen Städten die Weihnachtsmärkte in Südtirol. Das erinnert uns zumindest immer wieder an das Fest am 24. Dezember und wer es zu nutzen weiß, der kann so einen Marktbesuch auch relativ besinnlich gestalten. Dafür ist es besser, an Werktagen durch die Reihen zu bummeln, denn an Sonn-und Feiertagen hat die Ruhe keine Chance. Auf dem Weihnachtsmarkt in Bozen z.B. erwartet man Gäste aus dem italienischen Süden und dem deutschsprachigen Norden, die Züge sind in dieser Zeit gut genutzt und der Verkehr stockt regelmäßig. Auf dem Waltherplatz darf man sich den Weg durch die Menge bahnen, ob man sehr viel sieht, bleibt dahingestellt. Der Weihnachtsmarkt in Bruneck, und jene in Brixen, Sterzing und Meran haben dieselbe Anziehungskraft.
Doch da gibt es die anderen, kleineren, wie der „Glurnser Advent“ oder der „Sarner Alpenadvent“, das „Kalterer Christkindl“, Weihnacht in Kastelruth nahe der Seiser Alm oder der „Eppaner Winterwald“. Sie verbreiten angenehme Atmosphäre, weil ruhiger und haben einige interessante Angebote im Programm. So z.B. Märchen lesen oder Pony reiten, ein Malwettbewerb und einen Postkasten fürs Christkind. Da freuen sich auch die Kinder.
Und da es seit diesem Wochenende in Südtirol schneit, haben wir vielleicht gar die Chance, die Christkindlmärkte und auch den Hl. Abend wie im Märchen so richtig winterlich zu erleben.

Weinkenner hergelesen! Wer kennt den Geschmack des goldenen Weines, des Gewürztraminers? Und wer kennt den leichten Vernatsch, der – heute manchmal zu einem doch sehr vollmundigen Wein ausgearbeitet – sich Kalterersee Auslese nennt? Oder der Blauburgunder, der in Neumarkt und Montan an der Südtiroler Weinstraße die idealen Voraussetzungen findet? Die Südtiroler Weinstraße hat es in sich. Vor allem in den letzten Jahren haben die Kellermeister ihre Leidenschaft (und die Notwendigeit) dafür entdeckt, gute und beste Weine zu produzieren. Mancher Landwirt hat sich zum Winzer hin entwickelt, kellert selbst ein und findet auf der Suche nach Marktnischen so manche schöne Ecke, aus der sich die interessantesten Weine entwickeln. Kerner, Riesling, Silvaner und Co. runden das bereits bestehende Angebot im Land ab. Produziert und in unzähligen Veranstaltungen präsentiert, wird der edle Tropfen aber nicht nur in den 15 Orten (von Salurn bis Nals) an der Weinstraße, zu denen auch Bozen, Kaltern, Neumarkt, Kurtatsch, Auer und Tramin gehören, auch im Eisacktal finden vor allem die Weißweine fruchtbaren Boden und hervorragende Erzeuger.
Für die bestmögliche und aufwändigste Vermarktung haben sich die Dörfer und Städte der Südtiroler Weinstraße zwei Wochen im Frühjahr reserviert. Im Laufe der „Südtiroler Weinstraßenwochen“ werden alle Themen zum beliebten Rebensaft ausgeschöpft und den Menschen auf kreativ vielfältige Weise näher gebracht. Mein Tipp: Die Nacht der Keller am letzten Abend. In jedem Ort haben die meisten Kellereien ihre Türen geöffnet.. Da bleibt nur noch die Qual der Wahl!
Im Eisacktal werden eigene Weinverkostungen wie die „Vahrner Weis(s)e“ organisiert. Einen großen Stellenwert und seinen Ursprung hat in dieser Zone Südtirols das Törggelen oder andere kulinarische Veranstaltungen, die natürlich immer wieder allen Grund bieten, die Speisen auch mit den Weinen der einheimischen Kellereien zu kombinieren.

Das Vigiljoch, der Hausberg von Lana ist seit jeher ein Ziel für Wanderer. Die Seilbahn, mit der man die 1.906 m Höhe erreicht, wurde 2006 neunzig Jahre alt und gilt als eine der ersten Schwebebahnen der Welt. Außer der beeindruckend schönen Natur befindet sich am Vigiljoch im Winter ein familienfreundliches kleines Skigebiet und neben einigen Restaurants und Gaststuben das vom bekannten Architekt Matteo Thun projektierte Vigilius Mountain Resort. Es ist ein Hotel der Superlative, dessen Gäste mit der Seilbahn „vorfahren“. Das Vigilius Mountain Resort liegt 300 m unter dem Gipfel des Vigiljoch und hat sehr viel Luxus zu bieten. In der Bauernstube „Ida“ haben auch Wanderer die Chance, sich von den Bau- und Kochkünsten im noblen Haus zu überzeugen. Die Nähe zu der Kurstadt in Südtirol, zu Meran ist übrigens auch ein Pluspunkt, der sehr geschätzt wird.
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